Fridays For Future – eine neue, weltweite Jugendbewegung

Am 24. Mai 2019 fand der 2. Weltweite Klimastreik statt, bei dem auch wieder in Linz mehr als 3.000, großteils jugendliche Teilnehmer*innen auf der Straße für mehr Klimaschutz demonstrierten. Österreichweit waren mehr als 30.000 Teilnehmer auf mehreren Protestveranstaltungen – weltweit weit ca. 1,8 Millionen Menschen in über 1.600 Städten.

„Fridays for Future“ ist eine von der Jugend ausgehende Bewegung, die für die rasche Umsetzung des Pariser Klimaabkommens eintritt:

„Gemeinsam mit vielen Menschen in Europa und auf der ganzen Welt fordern wir das ein, was die einzig realistische Antwort auf die drohende Klimakatastrophe ist: eine mutige Umweltschutzpolitik in Übereinstimmung mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Klimaabkommens, sowie globale Klimagerechtigkeit! Dafür gehen wir in Österreich jeden Freitag als Teil der Bewegung #fridaysforfuture auf die Straße!“ (Quelle: https://www.fridaysforfuture.at/about)

Rückhalt bekommt die Bewegung von über 26.000 Wissenschaftler*innen aus dem deutschsprachigen Raum, die bestätigen, dass die Sorgen der Jugendlichen berechtigt und auf den neuesten wissenschaftlichen Fakten beruhen. Die Wissenschaft selbst hat es – trotz Jahrzehnte langer Bemühungen – bisher nicht geschafft, Politik und Gesellschaft ausreichend schnell zu notwendigen Handlungen zu bewegen. Die Jugendlichen haben  – beginnend im August 2018 mit Greta Thunberg, der heute 16-jährigen Schwedin – die Dringlichkeit der Lage verstanden und streiken nun jeden Freitag, bis die Politik handelt.

Seit dem 1. weltweiten Klimastreik am 15. März bestärken und unterstützen neben „Scientists4Future“ immer mehr Gruppierungen hinter die Fridays For Future-Bewegung. So haben sich auch in Oberösterreich die „Parents For Future“ zusammengetan, es folgten bereits „Teachers For Future“, österreichweit auch „Artists for Future“ und „Farmers For Future“.

Alle beteiligten Personen und Gruppierungen betonen die Dringlichkeit und Wichtigkeit des Erreichens der Paris-Ziele. Von der Politik werden umgehend Maßnahmen bzw. die dafür notwendigen Rahmenbedingungen gefordert. Zahlreiche Städte weltweit, zuletzt Konstanz und Genf, folgten bereits dem Ruf, die Klimakrise als Notlage anzuerkennen und zum politischen Anliegen oberster Priorität zu machen. Mit der Ausrufung eines symbolischen Klimanotstands würde zudem die Bevölkerung umfassend über die drohende Klimakrise informiert werden

Auch im aktuellen Jahr setzen sich die Meldungen von ungewöhnlichen Wetterphänomenen fort: zu warm, zu (lange zu) trocken, zu kühl – das Klima verändert sich spürbar. Wie kann jede(r) Einzelne darauf reagieren bzw. klimafreundlich handeln? Diese Frage soll bei einer Klimakonferenz der Zivilgesellschaft am 5. Oktober 2019 in Weichstetten nachgegangen werden. Interessierte Gemeinde-Bürger*innen können sich per Email an info@klima-stmarien.at bzw. telefonisch über das Bürgerservice der Gemeinde (07227/8155-10) vormerken lassen. Bei ausreichend Interesse könnten auch in Nöstlbach bzw. St. Marien weitere Termine (ggf. auch früher) folgen, die dann auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden. Zuletzt werden dort auch Tipps und Hinweise für klimaschonendes und nachhaltiges Verhalten für Jeden zu finden sein.

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