Filmabend 2026

Auch dieses Jahr sind wieder etliche Menschen der Einladung zum Filmabend mit der Pfarre St. Marien gefolgt – und dies trotz der geheimnisvollen Ankündigung. 

Was passiert, wenn die Natur sich selbst überlassen wird? Wie könnte die Landschaft in Europa aussehen, wenn sich der Mensch nicht durch (Monokultur-) Landwirtschaft einmischt? Was ist das ökologische Potential – und welche Akteure fehlen auf der ökologischen Bühne?

Im Dokumentarfilm durften wir mitverfolgen, wie ein englisches Ehepaar auf der Fläche ihres Familienbesitzes die Zäune entfernt und Lebensraum für vielfältige Tiere schafft. Neben Rehen, Kühen, Füchsen u.v.m.  leben dort nun auch Ponys und Schweine in “freier Wildbahn”. Diese halten Flächen frei von Verwaldung und es entsteht ein Mosaik von vielen unterschiedlichen kleinen Nischen, in denen eine Vielzahl von Insekten, Reptilien, Vögel und Säugetieren Platz findet. Nach jahrelangen Verhandlungen mit Behörden durften sogar die in England im Mittelalter ausgerotteten Biber in der neuen Wildnis Einzug halten. Die Fähigkeit der Biber, Wasser in der Landschaft zu halten, erzeugt nun erneut einen riesigen Aufschwung der Biodiversität. 

Biber und ihre Dämme – bei WaldbesitzerInnen sind sie zumeist unbeliebt, knabbern sie doch gerne diverse Bäume an. Für die Robustheit der Natur sind diese gratis arbeitenden Öko-Ingenieure aber ein immenser Zugewinn –  insofern man sie auch wirklich arbeiten lässt. Sie schaffen Lebensraum für viele Arten, unterstützen den  Hochwasserschutz indem größere Regenfälle abgepuffert werden und durch die Verfügbarkeit von Wasser in der Landschaft wirken sie gleichzeitig in der Dürreprävention!

Es gleicht einem Traum, die Entfaltung des ökologischen Potentials in einem Landstrich zu beobachten. 

Im Anschluss an den Film – natürlich gut verköstigt – gingen wir in einen intensiveren Austausch über. 

Was wäre, wenn… ? 

Was wäre, wenn wir robuste, vielfältige Ökosysteme priorisieren würden?

  • Was tun wir bereits?
  • Wo braucht’s noch eine Kleinigkeit?
  • Was geht nur gemeinsam?

Im moderierten Austausch wurde spürbar, wie viele Kompetenzen schon im Raum/in unserer Gemeinde sind, welche Fähigkeiten und Erfahrungen einander ergänzen könnten und wo leicht erreichbares Potential liegt.

Wenn Du neugierig auf mehr Details bist, komm am besten zum nächsten AK-Treffen am 2.2.2026 ab 19:00 im KIMST in St. Marien (gegenüber der Volksschule).

Außerdem, im Sinne der ökologischen Vielfalt: 

Eine Stunde vor Beginn des AK-Treffens, von 18-19 Uhr, ebenfalls im KIMST gibt es einen kleinen Saatgut-Tausch zwischen Hobby-GärtnerInnen! Komm gern vorbei, mit oder ohne eigenem Saatgut!

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