COP26 und +1,5°C

Bei der Klimakonferenz 2021 wurde wieder das Ziel ausge­sprochen, die globale Erder­wärmung, verursacht durch das Ausstoßen von Treibhausgasen, bis 2100 auf +1,5°C bzw. „deutlich unter +2°C“ im Vergleich zur vor­industriellen Zeit zu begrenzen.

Klima in St. Marien

Rechnen wir den Mittelwert aus den Messwerten (Quelle HISTALP) von Kremsmünster (ab 1768) und Linz (ab 1812), so erhalten wir sicher eine gute Näherung für das Klima in St. Marien.

Global gilt das Jahr 2020 als wärmstes, es lag um ca. +1,18°C über dem Referenzjahr 1880 bzw. +1,02°C über der Referenzperiode 1951-1980. Bei uns ist das wärmste Jahr 2018 um +3,17°C, 2020 nur um +2,29°C wärmer gewesen als der Durchschnitt 1951-1980.

Eine globale Erderwärmung wirkt stärker, je näher man zu den Polen kommt. Zu erwarten ist also auch, dass weitere Jahre deutlich über dem globalen Durchschnitt liegen. So liegt 2011-2020 bereits +2,2°C und auch 1991-2020 +1,5°C über 1951-1980.

Zukunft

Historisch gesehen konnten die bisherigen Maßnahmen den Klimawandel nicht bremsen. Statt +1,5°C bis 2100 steuert man derzeit auf etwa +2,4°C zu (climateactiontracker.org). Für St. Marien müssen wir also eine Erwärmung von um die 5°C erwarten.

Weiterhin steigen die Intensität und Anzahl der Unwetter, Über­schwemmungen, die Hitzewellen und Dürren und die resul­tierenden Schäden und Todes­fälle.

Auch wenn wir es vielleicht nicht mehr erleben werden: Ist es fair, die Erde unseren Nachfahren so zu überlassen und viele Arten aussterben zu lassen?

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