Die Vögel zwitschern, die Frühlingsblumen blühen. So kannst Du im eigenen Garten die Artenvielfalt fördern:
- Altes Pflanzenmaterial wegräumen. Falls Du verblühte Pflanzen als Winterquartier für Deine Nützlinge im Garten stehen gelassen hast, ist nun die Zeit, Platz für den Frühling zu machen. Vielleicht findest Du in der Nähe deiner Beete Platz für ein wildes Eck, wo Du das tote Material lagern kannst? Deine Nützlinge werden Dir für den Unterschlupf danken!
- Vorsicht beim Rückschnitt von Bäumen und Sträuchern. Mit März beginnt die Brutsaison vieler Vögel. Die Sträucher im Garten sind ganz besonders in dieser Zeit ein wertvoller Lebensraum. Zum Schutz der Vögel gilt zwischen 1.3. und 30.9. ein Verbot von radikalem Strauch-Rückschnitt. In dieser Zeit sind nur schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt.
- Nistkästen ausputzen. Hierfürist es beinahe schon zu spät. Die Vogelhäuschen sollten schon Ende Februar kontrolliert werden; jedenfalls bevor eine neue Vogel-Generation begonnen hat, sich einzunisten. War ein Häuschen in der letzten Saison bewohnt, befinden sich darin Reste von Kot und Federn. Diese kratzt man einfach mit einem Spachtel grob aus und verringert dadurch den Parasitendruck bei der neuen Generation.
- Totholz im Garten belassen
Hast Du größere Äste oder gar (morsche) Bäume umgeschnitten? Totholzhaufen sind ein wertvoller Lebensraum für viele Käfer, Asseln und andere Kleintiere, sowie Erdkröten und Wildbienen. - Frühling und Herbst sind Pflanzzeiten für Bäume und Sträucher.
Für Herbst 2026 haben wir vom Arbeitskreis wieder eine Bestellaktion für heimische Wildsträucher geplant. Falls Du aber schon jetzt im Frühling neue Sträucher anpflanzen möchtest, möchte ich Dir die „Hitparade der Wildsträucher“ empfehlen – eine der vielen Broschüren von Natur im Garten. Diese gibt einen Überblick, wie viele heimische Tierarten potentiell von den Pflanzungen profitieren – und das sind bis zu 200! Wahnsinn, oder? - Blühwiesen anlegen: auch dafür ist der Frühling (und Herbst) eine gute Jahreszeit. Auf der Gemeinde liegt noch Blühwiesen-Saatgut auf.
- Insekten- und Vogeltränken bereitstellen, am besten für Katzen und Co. unerreichbar aufgehängt oder an einem einsichtigen Ort aufgestellt, wo die Tiere ohne Gefahr trinken können. Vergiss nicht, für kleine Insekten eine Ausstiegshilfe einzubauen.
Wusstest Du, dass …
- die Raupen der Zitronenfalter auf Faulbaum oder Kreuzdorn angewiesen sind?
- auf der Brennnessel 150 verschiedene Insektenarten leben, davon 30 Schmetterlingsarten wie Tagpfauenauge, Admiral, Distelfalter und Kleiner Fuchs?
Maria Schöller